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Jan Delay, Quelle: felixw85_flickr

Was erwartet man beim Kauf eines Anzugs?Man möchte Klasse demonstrieren, Stilbewusstsein, sich aber trotzdem wohlfühlen und nicht austauschbar wie ein Abziehbild der typischen Anzugträger aus Politik und Wirtschaft sein. Wer dieses Gefühl sucht ist beim Designer Bent Angelo Jensen genau richtig. Sein Label Herr von Eden gehört zum Feinsten, das die deutsche Modelandschaft zu bieten hat. Nicht zuletzt vertraute Stilikone Jan Delay bei seinem Imagewechsel von Hiphop zu Funk auf die Mischung aus Klassik und Moderne der Kollektionen des Bent Angelo Jensens.

Jensen, in Flensburg aufgewachsen ist Autodidakt. Bereits zu Schulzeiten, wollte in Hannover leben, jobbte er in einem Second Hand Laden in Flensburg und sortierte ausrangierte Anzüge. „An der Quelle“ wollte er sein. Dass er einst selbst die Quelle von zwei Kollektionen pro Jahr sein würde ahnte er zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Nach dem Umzug nach Hamburg eröffnete er 1996 einen eigenen Second Hand Laden im Karoviertel – das 24 Hours. Mit einem innovativen Konzept, der „offenen Garderobe“, in deren Rahmen er Anzüge für eine Monatsrate verlieh, die Kunden jedoch jede Woche ihren Anzug gegen einen anderen eintauschen konnten, schuf er sich bald eine feste Stammkundschaft, die ihre Lieblingsstücke schnell gefunden hatte und sie auch nicht mehr hergeben wollte. Jensen verkaufte sie ihnen und begann bald eigene Anzüge zu kreieren. Heute verkauft er jedes Jahr etwa 2.000 Anzüge, jeder kostet mindestens 490 Euro. Auch Damenmode zählt zu seinem Repertoire, eine Raw-Denim Serie und ein Stricklinie werden im Sommer das Gesamtbild abrunden.

Seine 35 Mitarbeiter kommen meist aus seinem unmittelbaren privaten Umfeld, er arbeite nun mal gern mit Freunden zusammen, so der Modedesigner, der seine Kreationen auch gerne selbst als Model vor der Kamera in Szene setzt.